Patsche85: Ich kann eure Gedanken absolut nachvollziehen.
Je mehr Leute Linux nutzen, desto mehr wird es zur Zielscheibe von Bösewichten.
Es gibt ja dieses allseits bekannte Crede, hinter dem ich auch stehe:
Wo/Warum sollte Linux "irgendwo hin" wollen?
Wer sollte dieses wo/warum festlegen?
Warum sollte man das wollen?
Linux ist bereits überall. Selbst den Desktop sehe ich als erobert an. (Es ist, zum Glück, nicht bis zu den Windows-Usern vorgedrungen. =P)
Das ich jetzt Canonical erwähnt habe, war eigentlich nur eine Art "Gedankenexperiment".
Für mich ist Canonical, warum auch immer, schon immer eine Art "Apple" des Linux-Universums gewesen.
Da liegt es für mich nahe, als Firma, der Masse, Computer mit Linux verkaufen zu wollen.
Man muss denen das alles nur als denen "neuen heißen Scheiß" oder als "Lifestyle" verkaufen.
Das das gar nicht notwendig ist und auch nicht unbedingt die beste Idee, weiß ich.
Ich wollte es nur einfach mal erwähnen. ;-)
Patsche85: Durch so Zugpferde wie Steam, wurde das Spielen unter Linux endlich so einfach, wie nie.
Es war vorher auch nicht unbedingt schlechter und sicherlich wären wir auch ohne Valve irgendwann dort, wo wir jetzt sind.
Valve macht das nicht aus Nächstenliebe.
Aber ich gebe dir in sofern recht, als dass sie einen großen Anteil an der weiteren Entwicklung hatten/haben.
Patsche85: Wir hatten das Thema schon bei AUR.
Das Problem ist, dass subversive Individuen immer da sind, wo es potenziell etwas zu holen gibt.
Das ist eben dann der Nachteil der stärkeren Verbreitung.
Das Problem ist hier auch nicht das AUR oder das System dahinter, sondern, dass es eben jene Individuen gibt, die das für sich ausnutzen und dann damit dem ganzen System schaden. Und diese Menschen nutzen eben auch die "Dummheit" mancher Nutzer aus.
Es war auch nie direkt eine Software bzw. ein Paket betroffen, sondern über die PKGBUILD wurde eine manipulierte Version von npm heruntergeladen.
Ich sehe das ein bisschen wie die Diskussionen um das Waffengesetz und bspw. Messer.
Man müsste, wenn man ganz stringent ist, jedes Messer, also auch ein Küchenmesser, bzw. den Erwerb eines solchen, unter gewisse Auflagen stellen oder eben an jedem Messer einen Warnhinweis anbringen, dass man damit auch Menschen verletzen oder töten kann, obwohl das nicht der Hauptzweck eines Messers ist.
Und denk das mal weiter. Was ist mit Autos?
Soll man nun Autos verbieten, nur weil damit jemanden überfahren könnte?
Wie ist das also dann mit dem AUR? Das AUR ist, wie das Messer, auch nur ein Werkzeug.
Sollte man also das AUR jetzt dichtmachen oder stärker regulieren, nur weil einige Nutzer zu doof sind damit umzugehen?
Regularien sind immer dann gut, wenn sie nützlich und durchdacht sind und dem Nutzer nicht im Weg stehen.
Ich geb zu, meine Beispiele sind ziemlich krass, im Vergleich zu "läppischer" Software aber ich denke es ist verständlich, was ich damit sagen will.
Nichts desto trotz bin auch ich für eine Überarbeitung des AUR-Systems. Vorschläge haben wir ja alle schon vorgebracht.
Patsche85: Dann kommen die Softwarepakete wieder vom Hersteller und müssen nicht von Dritten bereitgestellt werden.
Die Software selbst kommt ja auch so direkt vom "Hersteller".
Das ist ja auch nicht die Idee des AUR.
Das hat auch nichts mit legalen oder illegalen Quellen zu tun. Keine Ahnung, wie du darauf kommst?
Patsche85: Helfen und auf Gefahren hinweisen. Mehr kann man nicht tun.
Das sollte dann aber auch für Distri-Maintainer gelten, wie denen von CachyOS bspw.
Gefahren vermeiden finde ich da sinnvoller. Keine AUR-Helper und wenn doch, dann mit leuchtendem Warnbildschirm. =D
Patsche85: Ich weiß nicht, ob ich das schon hier schrieb:
Ja hast du. Und ich finde das auch gut.
Ich unterhalte mich auch gern darüber und helfen Leuten auch gern, die sich damit eben auch auseinandersetzen wollen.
In den letzten Tagen habe ich bspw. auch den Startpost dieses Thread stark aus/umgebaut. Eben weil mir das auch wichtig ist und ich anderen Leuten auch helfen möchte.
Dagegen ist sicher nichts zu sagen.
Und ich habe da sicher noch weit weniger Ahnung als Leute, die schon seit zwanzig oder mehr Jahren, dabei sind.
ChFra: Ja, da mache ich einen Haufen implizite Annahmen:
Hast du aber auch recht mit. Da stimme ich dir zu.
Und das ist auch ziemlich realitätsnah, denke ich.
Ich würde es, wie oben erwähnt aber nicht mit der Situation von Windows vergleichen, sondern vielleicht eher mit der von Apples iMacs oder dem erwähnten Android.
Wie sieht es dann aus?
Ich denke Werbung macht hier viel aus.
Man muss sich die Leute nur "erziehen".
Hat ja letztlich überall geklappt, bei den großen Marken.
Du musst nur wissen, wie du den Leuten einen nicht vorhanden Mehrwert oder eben einen Lifestyle verkaufen kannst.
(Das wird Linux natürlich nicht gerecht aber hier geht es um das Beispiel.)
Situation C wäre hier bedeutend wichtiger.
Die Rechner werden mit Linux ausgeliefert. Entweder direkt vom Hersteller (Entwickler) oder vom Händler.
Und dann wird das Betriebssystem beworben wie bei Apple.
Kann man ja auch über Computer-Bild machen. Selbst die berichten doch mittlerweile über Linux, oder?
Und wenn nicht, dann ist es eben nicht Linux, sondern eben "Ubuntu" oder das neue tolle "Klicki-Bunti-OS for the masses".
Weil wir dann natürlich die "Guten" sind, können wir das auch für Händler günstiger anbieten und die können das dann auch etwas günstiger für die Kunden anbieten, bevor wir die Preise ordentlich anziehen wie bei Apple. =D
Und von den gesparten Lizenzkosten für ein Betriebssystem kann der Händler dann eine prima Weihnachtsfeier veranstalten. xD