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Ich habe Heroes of Might and Magic: Olden Era bisher noch nicht sonderlich lange gespielt, aber bereits die Demo hat bei mir ausgereicht, um mich zum Kauf zu bewegen. Seit 1995 begleite ich die Reihe, von den frühen Teilen bis einschließlich Teil 5; Heroes of Might and Magic III, inklusive der Horn of the Abyss-Mod, spiele ich auch heute noch regelmäßig. Gerade deshalb war mein erster Eindruck von Olden Era so positiv: Das Spiel erinnert mich in vielerlei Hinsicht an den für mich bis heute besten Serienteil. Danach ist die Serie leider deutlich abgeflacht.
Wer Heroes III kennt und liebt, wird sich in Olden Era sofort zurechtfinden. Die Entwickler haben es geschafft, das klassische Grundgefühl der Reihe mit einer modernen Präsentation zu verbinden, ohne den Charakter der Vorlage aus den Augen zu verlieren. Genau das ist aus meiner Sicht der richtige Ansatz, um einer legendären Marke wieder zu altem Glanz zu verhelfen.
Mein bisheriges Fazit fällt klar positiv aus, auch wenn es natürlich noch kein abschließendes Urteil sein kann. Beim Thema Early Access ist Vorsicht immer angebracht, denn man hat in der Vergangenheit oft genug erlebt, dass ambitionierte Projekte am Ende hinter ihren Möglichkeiten zurückblieben. Umso wichtiger ist es, dass Publisher Hooded Horse und Entwickler Unfrozen dem Spiel die nötige Zeit, die finanziellen Mittel und den gestalterischen Raum geben, um das bereits jetzt sehr solide Fundament sinnvoll auszubauen. Gelingt das, hat Olden Era das Potenzial, sowohl alte Serienfans als auch neue Spieler zu erreichen.
Auch ein späterer, sinnvoll geplanter kostenpflichtiger Ausbau durch DLCs wäre für mich denkbar, sofern Inhalt und Umfang stimmen. Schließlich hat die Community der dritten Episode über viele Jahre hinweg mit Modifikationen und Fan-Inhalten bewiesen, wie viel Potenzial in diesem Spielprinzip steckt. In diesem Sinne könnte Unfrozen von der Erfahrung und Leidenschaft der langjährigen Fans durchaus einiges lernen.